FC Adler Büsbach: Einlaufen mit DFB-Frauen

Wie große Fußballer und Fußballerinnen durften sich die F2-Junioren des FC Adler 1911 Büsbach beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in Aachen gegen Island fühlen. Gemeinsam mit den DFB-Frauen um Kapitänin Giulia Gwinn und Torhüterin Ann-Katrin Berger durften die sechs bis acht Jahre alten Kinder des Amateurklubs aus dem Fußballkreis Aachen vor mehr als 16.000 Zuschauer*innen in das Tivoli-Stadion einlaufen - und bejubelten danach einen souveränen 3:1-Heimsieg der DFB-Frauen.

"Die Kinder waren zunächst natürlich ein wenig aufgeregt, hatten aber alle großen Spaß und waren von der Atmosphäre im Stadion begeistert", berichtet Büsbachs Jugend-Geschäftsführer Tim Szameit im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "Die Nationalspielerinnen waren sehr entspannt, freundlich und nett. Das war für uns alle eine runde Sache und ein einmaliges Erlebnis."

Silber und Glück bei der Verlosung

Zu verdanken hatte der FC Adler 1911 Büsbach, dessen erste Mannschaft in der Kreisliga C an den Start geht, den besonderen Besuch beim Länderspiel am traditionsreichen Tivoli seiner Registrierung für das DFB-Punktespiel zur UEFA EURO 2024 in Deutschland. Dort hatte der Klub innerhalb kurzer Zeit durch fleißiges Punktesammeln bereits den Silber-Status erreicht, unter anderem durch die Neugewinnung von Schiedsrichter*innen und die Teilnahme von Tim Szameit am Lehrgang zum DFB-Basis-Coach. Demnächst soll auch mal das DFB-Mobil vorbeischauen. Daher durfte sich der kleine Verein bereits über einen Garantiepreis (Kinderfußball-Paket mit Minitoren und Kinderbällen) freuen.

"Die Kinder waren zunächst natürlich ein wenig aufgeregt, hatten aber alle großen Spaß und waren von der Atmosphäre im Stadion begeistert"

Hinzu kam dann auch noch Glück bei der Verlosung der Sonderpreise, die den Gewinner*innen immer wieder unbezahlbare Momente bescheren. In diesem Fall durfte der FC Adler 1911 elf Einlaufkinder beim Frauen-Länderspiel in Aachen stellen. Alle wurden vom DFB mit Trikots und Schuhen ausgestattet, die sie anschließend auch behalten durften. Außerdem durfte jedes Einlaufkind jeweils ein Elternteil ins Stadion mitbringen. Dazu standen zwei offizielle Begleitpersonen des Vereins dem DFB nicht nur als Ansprechpartner*innen zur Verfügung, sondern durften natürlich ebenfalls beim Spiel dabei sein. Ermöglicht wurde die Aktion vom DFB-Partner Commerzbank.

Schon vor Spielbeginn durften die Minikicker des FC Adler 1911 Büsbach, darunter auch ein Mädchen, mit ihren Begleitpersonen im Innenraum ein wenig Stadionluft schnuppern, sich umschauen und Fotos machen. Im Spielertunnel warteten sie auf die DFB-Frauen, ehe es gemeinsam mit den Topspielerinnen auf den Rasen ging. Dort blieben die Einlaufkinder, bis beide Nationalhymnen abgespielt waren.

Danach liefen die Kinder noch schnell zum Umziehen in die Katakomben, ehe die komplette Vereinsdelegation aus Büsbach, etwa 15 Kilometer von Aachen entfernt, die zugewiesenen Plätze hinter einem Tor einnahm und von dort die deutschen Frauen anfeuerten. "Als wir auf der Tribüne ankamen, hatte Lea Schüller zwar schon zum 1:0 getroffen. Das hat der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil", so Tim Szameit. "Es war für uns alle etwas ganz Besonderes, so nah dran sein zu dürfen. Fast alle Kinder waren zum ersten Mal in einem so großen Stadion und entsprechend fasziniert. Dass am Ende auch noch das Ergebnis aus deutscher Sicht gepasst hat, war das i-Tüpfelchen."

Szameit selbst wird übrigens demnächst noch einmal am Tivoli zu Gast sein. Am Samstag, 27. April (ab 14 Uhr), werden die von ihm als Nachwuchstrainer betreuten E-Junioren ebenfalls als Einlaufkinder dabei sein, wenn Alemannia Aachen im Topspiel der Regionalliga West auf den 1. FC Bocholt trifft. Da die Alemannia nach einer Siegesserie kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 3. Liga steht, dürfte auch dann eine besondere Atmosphäre im Stadion herrschen. Fußballzeit ist eben die beste Zeit.

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Stolz neben der Spielführerin: Einlaufen mit Giulia Gwinn.

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"Die Kinder waren zunächst natürlich ein wenig aufgeregt, hatten aber alle großen Spaß": die F2-Junioren aus Büsbach.

Autor*in
Autor/-in: Ralf Debat/MSPW